Hygieneplan 2025

Aufklärung der Kund:innen und Einverständnis

Die Kund:innen werden vorab über folgendes Aufgeklärt:

  • mögliche Gesundheitsgefahren und Risiken bezüglich Allergien
  • geeignete Nachbehandlung und Wundpflege durch schriftliches Merkblatt
  • Altersgrenze und Begleitung durch ein Elternteil ab 16 Jahren
  • Abfrage zu schweren Krankheiten und Nüchternheit in Bezug auf Rauschmittel und Risiken durch Medikamenteneinnahme

Räumlichkeiten

Im Tattoo-Bereich wird weder gegessen noch getrunken. Hunde sind am Tag des Events in diesen Räumlichkeiten verboten. Der Boden wird vor, als auch nach dem Event, gereinigt und desinfiziert. Die Behandlungsmöbel wie Liege, Stuhl und sonstige Tattoomöbel werden von den Tätowier:innen gereinigt und desinfiziert.

Ein Handwaschbecken mit Flüssigseife, Papierhandtüchern und Desinfektionsmittel sind vorhanden. Das Waschbecken befindet sich weit genug vom Arbeitsbereich entfernt, sodass es zu keiner Kontamination des Waschplatzes kommen und der Arbeitsplatz nicht durch Spritzwasser verunreinigt werden kann.

Tätowiervorgang und Desinfektion

Vor jedem Tätowiervorgang werden die Hände gründlich mit Flüssigseife mindestens 30 Sekunden lang gewaschen und mit Einmalhandtüchern getrocknet. Anschließend werden eine medizinische Handdesinfektion (VAH-gelistet) durchgeführt und pulverfreie sowie flüssigkeitsundurchlässige Einmalhandschuhe aus Nitril oder Latex angezogen. Bei Unterbrechung oder Beendigung des Tätowiervorganges werden die Handschuhe ausgezogen und entsorgt, sowie die Hände zuerst desinfiziert und dann gründlich mit Flüssigseife gewaschen und mit Einmalhandtüchern getrocknet.

Die zu tätowierende Stelle wird mit einem VAH-gelisteten Hautdesinfekt auf Alkohobasis unter Beachtung der Einwirkzeit benetzt. Danach wird die zu tätowierende Stelle rasiert und abermals desinfiziert. Es werden ausschließlich in Deutschland zulässige, REACH-konforme Tätowierfarben verwendet, die in sterile Einweg-Farbkappen gefüllt werden.

Alle verwendeten Instrumente (Nadelmodule, Rasierer, Zubehörablagen, Farbkappen, Schutzhüllen für Tätowiermaschine und Kabel, Liegenabdeckungen, Flaschenabdeckungen, etc) außer der Tätowiermaschine sind Einmalprodukte und werden nach jeder Kundin/jedem Kunden ordnungsgemäß entsorgt. Die Entsorgung der Nadelmodule erfolgt in einem dafür vorgesehenen dickwandigem Plastikbehälter mit Schraubverschluss.

Tätowiermaschine und Kabel werden während des Tätowierens durch feuchtigkeitsundurchlässige Schutzhüllen vor Verunreinigung geschützt, die nach jedem Einsatz entsorgt werden.
Zusätzlich werden Maschine und Kabel nach jedem Tätowiervorgang einer Wischdesinfektion mit einer VAH-gelisteten Flächendesinfektion unterzogen.

Grüne Seife, die zum Reinigen während des Tätowierens benutzt wird, wird ausschließlich aus Spritzflaschen gesprüht, wobei diese Flaschen mit Flaschenabdeckungen (Einweg) bedeckt sind, welche nach jeder Kundin/jedem Kunden ordnungsgemäß entsorgt werden. Vaseline, die während des Tätowierens verwendet wird, wird mit einem einmalig zu verwendendem Holzmundspatel oder desinfiziertem Handschuh entnommen.

Nach dem Tätowieren wird die entstandene Tätowierung steril durch spezielle „Second-Skin“-Klebefolie aus der Altenpflege oder mit Frischhaltefolie abgedeckt.

Alle Arbeitsflächen, die während des Tätowiervorganges berührt oder kontaminiert werden könnten, werden mit feuchtigkeitsundurchlässiger Folie abgedeckt, die nach jeder Kundin/jedem Kunden gewechselt wird. Außerdem werden alle Flächen im Arbeitsbereich nach jedem Tätowiervorgang einer Wischdesinfektion nach VAH unter Berücksichtigung der Einwirkzeit unterzogen.

Arbeitskleidung

Während des Tätowierens werden Schutzhandschuhe getragen, die nach jeder Kundin/jedem Kunden entsorgt werden. Sollte es zu einer Verunreinigung der Kleidung mit Blut oder Farbe kommen, wird diese nach der Kundin/dem Kunden gewechselt.

Abfallentsorgung

Alle verwendeten Nadelmodule werden in einem verschließbaren Nadelabwurfbehälter gesammelt und fest verschlossen der zugehörigen Restmülltonne zugeführt. Jeglicher anderer Abfall wird in flüssigkeitsdichten und widerstandsfähigen Kunststoffsäcken mit dem Hausmüll entsorgt.